Zunftzeichen in Mosaik
Gestaltungsprojekte im ÜAZ Brandenburg/H. – Friesack
Um die Handschrift der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
im Ausbildungsobjekt zu zeigen, wurde die Idee entwickelt mit Hilfe der berufstypischen
Zunftzeichen auf die im Hause befindlichen Berufsgruppen hinzuweisen.
Zunftzeichen sind seit je her Ausdruck von Berufsstolz und Tradition.

Die Gestaltung
von Mosaiken ist ein Bestandteil der Ausbildung für den FPM.
Damit wurden der Kreativität, der Planungsarbeit und der praktischen
Ausbildung in besonderer Weise Rechnung getragen.
Gewählt wurde das Material Naturstein, um das Ergebnis im hochwertigen
Bereich anzusiedeln.
Die Vorbereitung und Ausführung erfolgte im Rahmen von Projektarbeiten,
wobei die Auszubildenden in jeder Phase einbezogen wurden und eigene Vorschläge
unterbreiten konnten.
Für die Abdeckung der einzelnen Farbtöne wurden im Vorfeld die Gesteinsarten
mit den Handelsnahmen mit den Auszubildenden festgelegt:
| Farbe | gelb | Kalkstein | Jaune de Espange |
| Farbe | blau | Foyait | Azul Bahia |
| Farbe | grün | Serpentinit | Verse Naoussa |
| Farbe | grau | Granit | Darang |
| Farbe | rot | Migmatit | Multicolor |
| Farbe | schwarz | Basalt | Schwarz-Schwedisch |
| Farbe | weiss | Dolomitmarmor | Thassos |
| Farbe | hellbraun | Orthogneis | Juparana Classico |
| Farbe | dunkelbraun | Granit | Baltic Brown |
| Farbe | hellbeige | Granulit | Rio Branco |
Die Vorlagen für die
Zunftzeichen lieferten Fachbücher und Vorgaben der Innungen.
Im Fachbereich Trockenbau wurden dann die Untergründe aus Ständerwerk
und Gipskarton in einer Größe von 1,30m x 1,80m erstellt.
Der Fachbereich Fliesenbau übernahm dann die Aufgabe den Untergrund vorzubereiten
mit einer Grundierung für saugende Flächen und das Muster auf die
vorbereitete Unterlage aufzubringen.
Die Übertragung der Zeichenvorlagen erfolgte mit dem Overheadprojektor,
wobei hier besondere Zeichenkünste der Azubis von Nöten waren.
Beteiligt an der Ausführung waren die Azubis des KOOP – Modells
des
3. Lehrjahres, insbesondere großes Interesse zeigten Herr Christopher
Schneider und Herr Robert Reisser.
Die Mosaiksteine wurden mit
der zur Verfügung stehenden Technik aus
30cm x 30cm kalibrierten Platten selbst zurechtgeschnitten. Dafür wurde
die Brückensäge „CST 100“ genutzt. Konturen für
die einzelnen Gestaltungen wurden mit der Kurvenscheidmaschine „Revolution“
und der Bandsäge
„HWS 200“ ausgeführt. Das setzen des Mosaikbildes erfolgte
auf Grund der Größe und Kompaktheit in der positiven Methode, das
heißt die Mosaiksteinchen und auch größere Schnittstücken
wurden einzeln auf den Untergrund mit einem flexiblen Klebemörtel der
Zuordnung C2FT aufgebracht.
Mit zunehmenden Fortgang der Arbeiten steigerte sich auch das Qualitätsbewusstsein
der Auszubildenden und der Ehrgeiz das Werk zu vollenden.
Verfugt wurden die Zunftzeichen mit einem zementären Natursteinfugenmörtel,
um eine Verfärbung zu verhindern.

Der Fachbereich Holzbau übernahm das Anfertigen eines Holzrahmens
und das Anbringen der Zeichen im Flur an den dafür vorgesehenen Flächen.
Der Malerbereich sorgte für die farbliche Rahmengestaltung und somit
für den Abschluss der Arbeiten.