„Meer“ Schwein gehabt, hatten die 50 Vierbeiner gleichen Namens aus dem Wildpark in Frankfurt (Oder), denn sie erhielten ein neues Zuhause, das sich „Villa Meerschwein“ nennt.

Dazu die Vorgeschichte:
Mit den Teilnehmern unseres Projektes „ Anpassung an berufliche Bildung und Beschäftigung“, das sind Jugendliche, die es mit der Schule nicht so ernst nehmen und bei uns durch praktische Tätigkeit plus Stützunterricht ihre 10- jährige Schulpflicht absolvieren, haben wir einen Wildparkbesuch durchgeführt. Die meisten fanden das ganz toll. Andere erzählten, dass sie mit ihren Eltern schon ein oder mehrmals hier waren und viele Tiere kannten, die damals noch klein waren.
Doch als wir am Meerschweinhaus oder besser Meerschweinschuppen standen waren selbst die Hartgesottenen unter ihnen entsetzt. Was sich da unseren Augen bot war eine Zumutung für die Tiere und auch für uns, geschweige noch für die, die den Schuppen ausmisten sollten.
Von artgerechter Tierhaltung konnte hier überhaupt nicht die Rede sein. So entstand die Idee,  im Rahmen unseres Projektes eine „Meerschweinwürdige“ Behausung zu bauen. Einige hatten gleich großartige Ideen wie ihrer Meinung nach so ein „Meerschweinhaus“ aussehen könnte.
Aber erst mal muss mit den Verantwortlichen gesprochen werden.  Herr Lehmann, als Leiter unserer Ausbildungsstätte  und Herr Hanschel als Chef vom Wildpark setzten sich an einen Tisch und besprachen das Projekt. Alle waren sich einig, wir durften die „Villa Meerschwein“ bauen.
Gemeinsam mit dem Ausbilder, Herrn Onischke entwarfen wir das Projekt und es ging sofort an die Arbeit. Zuerst wurden Holzrahmen gebaut und  mit Brettern benagelt. Danach wurden Tür und Fenster eingearbeitet, die Dachbinder angefertigt und die Dachplatten zusammengenagelt.
Nach den Sommerferien (in dieser Zeit wurde die Fundamentplatte, von den  Mitarbeitern des Wildparks gegossen), haben wir die Holzrahmenfertigteilkonstruktion aufgebaut. Zum Glück hat alles gepasst und wir konnten mit dem Innenausbau beginnen. Die Wände und die Decke wurden mit Mineralwolle gedämmt und eine Lauffläche für die Meerschweinchen wurde gebaut, damit die Wildparkbesucher, vor allem die Kleinen, sich am Anblick der Vierbeiner erfreuen können. Nach dem wir die Außenwände  mit Unbesäumten Brettern verkleidet hatten (Wildparkdesign), gab es ein deftiges Richtfest für  alle Beteiligten mit Grillfleisch, Grillwürsten und Cola

Übrigens:
Unser Projekt „Anpassung an berufliche Bildung und Beschäftigung“ wird vom Regionalbudget, der Lasa und dem EU- Sozialfond gefördert, bei denen  wir uns auf diesem Wege, für diese tolle Chance die uns hier gegeben wird, nämlich den Start ins Berufsleben auf diese Art zu fördern, ganz herzlich bedanken!

Gerd O.

 

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