Herstellung von Lehmsteinen
Grundvoraussetzung für den Erfolg bei der Herstellung „handgepatzter“ Lehmsteine ist, wie bei allen Lehmbauarbeiten eine sorgfältige Aufbereitung des Lehms.
Der Lehm sollte in Abhängigkeit seines Feuchtegehaltes ein bis mehrere Tage vorher durch Zugabe von Wasser eingeweicht werden. Anschließend ist ein gründliches Durcharbeiten von Hand oder mit einem Rührgerät erforderlich. Danach sollte der Lehm noch mindestens einen Tag „mauken“, dass alle Bestandteile aufgeschlossen werden.
Kurz vor dem Beginn der Steinherstellung wird der Lehm erneut aufgerührt.

Der Lehm soll von Hand vor dem „Einpatzen“ in eine kugelige Form gebracht werden.
Schwungvolles Einbringen des Lehms in den Schacht de Tisches.

Anschließend erfolgt die sorgfältige Verdichtung des Lehms vor allem im Kanten- bzw. Eckenbereich. Der Vorgang wird 3 bis 5 mal wiederholt.

Der überschüssige Lehm wird mit einer Abstreichrolle oder –holz Abgestrichen.

Der fertigen Steine wird mittels Fußpedal herausbefördert.

Das Abnehmen des Steins erfolgt mit einem Transportbrett.

Der Stein wird nun zum Trocknen hochkant gestellt. Dadurch werden stärkere Verdrehungen beim Trocknen vermieden.

Der Stein trocknet, in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur, an der Luft ca. 8 bis 10 Tage (bei NF).

2 DF Lehmstein mit dreieckförmiger Nut, als Anschluss am Balken bei einer Fachwerkausfachung, an einer Dreieckleiste.

Doppelformen zur Lehmsteinherstellung